Neuigkeiten bei Worms-Verlag
02.02.2015 - Worms Verlag vernetzt sich
Seit Beginn des Jahres 2015 gehört der Worms Verlag zur rheinland-pfälzischen Arbeitsgemeinschaft Verlags-Karree e. V. Seine Mitglieder tauschen Erfahrungen aus, bündeln ihre Kompetenzen und präsentieren sich gemeinsam auf Buchmessen. Unterstützt wird der Verein von der Landesregierung Rheinland-Pfalz.
 
Erstmals hat sich der Worms Verlag im Herbst vergangenen Jahres am Gemeinschaftsauftritt des Verlags-Karrees e. V. auf der Frankfurter Buchmesse beteiligt. »Da es sich beim Worms Verlag um einen vergleichsweise sehr kleinen Verlag handelt, ermöglicht mir die Mitgliedschaft im Verein, kostengünstig an dessen Aktionen und Auftritten teilzunehmen«, erklärt Verleger Berthold Röth seinen Beitritt: »Hinzu kommt, dass die Publikationen der anderen Verlage sehr gut zu den unsrigen passen und wir ein gemeinsames Publikum ansprechen.« Auf der Leipziger Buchmesse im März wird sich der Verlags-Karree e. V. als nächstes präsentieren und der Worms Verlag wird mit dabei sein.
 
Verlags-Karree e. V. 
Bei Verlags-Karree e. V. handelt es sich um einen Zusammenschluss von kleineren und mittleren, konzernunabhängigen Verlagen überwiegend aus Rheinland-Pfalz. Neben gemeinsamen Ständen auf Buchmessen und Bücherschauen gehören Kooperationen in den Bereichen Marketing, Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit zu den Vereinszielen. Bei regelmäßigen Verlegertreffen tauschen die Mitglieder auch ihre Erfahrungen aus, um ihre verlegerischen Kompetenzen und Qualitäten zu stärken. Der Verlags-Karree e. V. arbeitet eng mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels zusammen.
31.01.2014 - Geplante Titel

Unsere für Herbst geplanten Titel: Rokeach – ein mittelalterlicher jüdischer Roman; ein Buch über das literarische Worms; ein Band über das kulturelle Profil der jüdischen Schum-Gemeinden (Speyer, Worms und Mainz) und natürlich das Heimatjahrbuch Worms 2015.

06.12.2013 - Geschichte des Worms-Verlags
10 Jahre Worms-Verlag:

Der Worms-Verlag wurde als Projekt der Nibelungenmuseum-Betriebs GmbH (heute: Kultur- und Veranstaltungs GmbH) im Jahr 2003 gegründet. Das erste Produkt war neben den Museumskatalogen die Broschüre „Facetten eines Epos“ zu den Nibelungen und Worms. Es folgten weitere „Nibelungen“-Produkte: Programmbücher der Nibelungen-Festspiele, Tagungsdokumente der Nibelungen-Symposien und sehr bald stellte sich heraus, dass die Stadt Worms aus unterschiedlichen Anlässen zu Ausstellungen und historischen Jubiläen Publikationen erstellt, denen aber eine umfassende lokale und regionale Vertriebsmöglichkeit fehlte.
 
Es wurde daher ein Regionalverlags- Konzept entwickelt nachdem der Worms-Verlag Printprodukte und andere Verlagsprodukte (CD, DVD) herstellen sollte, die nicht auf dem Markt privater Anbieter, sondern nur über öffentliche Zuschüsse und im öffentlichen Interesse herstellbar sein würden. Durch die Vernetzung mit Fachverwaltungen und örtlichen Vereinen konnten für zahlreiche Produkte Zuschüsse generiert und projektnah umgesetzt werden. Satz und Druck werden jeweils an private Anbieter vergeben. Bei Ausschreibungen kommen oft lokale Anbieter aus der Kreativwirtschaft zum Zug. Das Label „Worms-Verlag“ wird gleichzeitig zum Stadtmarketing eingesetzt – alle Verlagsprodukte tragen den Stadtnamen nach außen.
 
2005 wurde für die Abwicklungen des Verlages der Buchhändler Berthold Röth angestellt. Erst dadurch war es möglich, den Buchhandel professionell zu bedienen, da dieser Markt besondere Fachkenntnisse in der Abwicklung verlangt. Kurz zuvor war das Buch „Siegfried – Schmied und Drachentöter“ erschienen, das zwar wie alle vorherigen Titel über eine ISBN verfügte und in großen Feuilletons wie „Spiegel“ und „Zeit“ rezensiert wurde, aber dennoch erstmal kaum Abverkauf fand. Aus verlegerischen Unkenntnissen wurden damals die Titel nicht auch ans VLB gemeldet und waren im Handel somit nicht auffindbar. Dies als Beispiel was an Wissen und Kenntnissen in einem Verlag notwendig sind und für eine Stadt als Verleger ohne professionelle Fachkräfte nicht geleistet werden kann. Durch Eintragen der Titel ins VLB verkaufte sich bis heute das Buch auch als Backlist-Titel, was auch für alle anderen Bücher gilt. Bis zum jetzigen Verlagsstand war es ein langer Weg. Barsortimente winkten damals dankend ab, denn mit städtischen Verlagen habe man keine guten Erfahrungen gemacht. Es war mühsame Kleinarbeit den Sortimentern und Zwischenhändlern deutlich zu machen, dass es sich beim Worms Verlag um einen ganz „normalen“ Verlag auch handelt, der über Verkehrsnummer verfügt, über BAG-Anschluss (Buchhändlerische Abrechnungsgesellschaft) und all das andere was in Verlagen eigentlich Alltagsgeschäft ist. Mittlerweile ist der Verlag in den Barsortimenten auch gelistet, ist einer Verlagsauslieferung angeschlossen und verfügt auch über eine Verlagsvertretung
 
2006 kam das erste Heimatjahrbuch der Stadt Worms heraus und wird seitdem jährlich mit vielen ehrenamtlichen Autoren und Redaktionsmitgliedern gemeinsam erstellt. Der Verlag erweiterte sich in der Folge auf lokale und regionale Produkte und Kooperationen. Seitdem sieht sich der Verlag vor allem als Regionalia-Verlag und besetzt damit als kleiner Verlag eine Nische, die ihm große Verlage von vorneherein auch gar nicht streitig machen. Diese Nische enthält natürlich großes Potential, das noch nicht komplett ausgenutzt ist, aber stetig wächst.
 
Am Gesamtprogramm heute ist leicht zu ersehen, dass neben den rein städtischen Publikationen immer mehr Kooperationen mit Vereinen und regionalen Netzwerkpartnern hinzukamen, aber auch Auftragsarbeiten das Programm von Jahr zu Jahr erweiterten. Strukturiert wurde das Programm dabei durch Kulturprofile (Nibelungen, Luther, Jüdisches Worms) sowie die Stadt- und Regionalgeschichte. Immer mehr Autoren fragen an, ob sie im Verlag veröffentlichen können und finanzieren teilweise dies auch selbst. Als städtische Einrichtung handelt der Verlag nicht gewinnorientiert, erhält in solchen Fällen eine Vertriebsprovision, die Verkaufserlöse gehen ansonsten direkt an die Autoren, die in Eigenverlag nicht über das gebotene Vertriebssystem verfügt hätten. Bei den eigen aufgelegten Produktionen handelt es sich um Titel, die aus städtischer Sicht notwendig sind, die aber kein wirtschaftlich orientierter Verlag ohne hohe Zuschüsse zu verlangen produzieren würde. Auch unter diesen Gesichtspunkten ist das Betreiben eines eigenen Verlages günstiger.
 
Als Programmbezeichnung wurde Regionalia, Nibelungen und Judaica gewählt, da auch sehr früh eine Broschüre zu „Raschi“ im Programm war. Auf Judaica zu setzen war vorausschauend, denn es kamen einige weitere jüdische Titel hinzu. Vor allem durch den Antrag der Städte Speyer, Worms und Mainz als Schum-Städte ins Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen zu werden wird dieses Segment sich erweitern und an Bedeutung gewinnen. Neben den Sachbuchtiteln im Verlag – es gibt nur ein einziges belletristisches Mundart-Buch bisher – ist für 2014 auch ein historischer Roman zum jüdischen Worms geplant. Damit wird – inzwischen waren als viertes Standbein bereits Bücher zu Kunst hinzugekommen – auch Belletristik als fünftes Standbein ein Rolle spielen.
 
Der Worms Verlag pflegt inzwischen eine umfangreiche Backlist. Bis auf wenige vergriffene Titel sind alle Veröffentlichungen lieferbar gehalten und werden bei Bedarf nachgedruckt. Gerade diese umfangreiche Backlist macht das Verlagsprogramm für den Handel attraktiv und sorgt für Umsätze, denn im Gegensatz zu den Anfangsjahren des Verlages – wo Neuproduktionen sich nur bei Erscheinen gut verkauften und dann ohne weitere Nachfragen im Lager stapelten – haben in 2012 die Umsätze mit der Backlist die Einnahmen der Neuheiten sogar überschritten, was für einen Verlag sehr gesund ist. Neuheiten stellen darüber hinaus ja auch die Backlist von morgen dar. Das starke umfangreiche Backlistprogramm ist somit inzwischen das Rückgrat des Verlages. Auch in vergleichbaren Verlagen dauert es mitunter zwei bis drei Jahre bis ein Titel nach seiner Veröffentlichung seinen Weg in den Markt gefunden hat, dann aber plötzlich hohe Auflagen erreichen kann. Jeder unabhängige kleine Verlag – der nicht auf Bestseller aufgestellt ist – arbeitet ganz bewusst mit der Backlist und setzt so auf dauerhafte Qualität. In den letzten Jahren behauptete sich der Worms Verlag sehr deutlich gegen den allgemeinen rückläufigen Trend der Umsatz- und Absatzentwicklung des Buchhandels. Entgegen den Rückgängen innerhalb der Branche nehmen die Umsätze Jahr für Jahr stetig zu. Das macht deutlich, dass das Potential noch nicht ausgeschöpft ist und die Werbe- und Vertriebsmaßnahmen erfolgreich verlaufen.
 
Der Worms-Verlag hat sich in seinem zehnjährigen Jubiläum von einem Kleinverlag zu einem mittleren Verlag entwickelt. Der Verlag ist zu einer Institution geworden, die innerhalb der Ämter und Verwaltungen der Stadt Worms nicht mehr wegzudenken ist. Es kam zu immer mehr Kooperationen bei Titelproduktionen. Beispielsweise veröffentlicht inzwischen das Stadtarchiv viele seiner Bücher nicht mehr in Eigenproduktion, sondern nutzt den Worms-Verlag als Vertrieb, auch mit der Stadtentwicklung oder den Hafenbetrieben wurde in solcher Form kooperiert. Für die Kooperationspartner ist ein verlässlicher Vertrieb gewährleistet. Gleiches gilt für Autoren, die zwar auf eigene Kosten produzieren, aber das Vertriebssystem selber nicht bewältigen könnten.
 
Als Nibelungenbuch-Verlag ist der Verlag überregional inzwischen „der“ anerkannte Fachverlag. Das Logo und der Verlagsname machen dabei zudem eine nicht zu vergessende Werbung für die Stadt Worms.
 
Seit Herbst 2010 erscheint halbjährlich ein kleines Verlagsverzeichnis. Verlagsvorschauen wie bei anderen Verlagen können aber nicht erstellt werden. Titel im Worms Verlag erscheinen mitunter ohne eingeplant gewesen zu sein sehr kurzfristig oder verzögern sich.
Der Verlag präsentiert sich auf kleineren regionalen Buchmessen genauso wie auf der Frankfurter Buchmesse. Im Internet ist er unter http://www.worms-verlag.de vertreten sowie im Web 2.0 auf den Social Media Seiten (Facebook, Twitter und Blogg).
 
Lieferbar sind derzeit 82 Titel, nur einige wenige wurden nach Abverkauf bislang nicht wieder nachgedruckt.
18.11.2013 - 10 Jahre Worms-Verlag

Feiern Sie mit uns 10 Jahre Worms-Verlag! 30.11.2013 ab 13 Uhr im Wormser Kulturzentrum

Programm
13.00 Uhr: Vorstellung des Heimatjahrbuchs 2014 mit anschließender Talkrunde
16.00 Uhr: Lesung spannender Kurzgeschichten aus dem Heimatjahrbuch 2014
17.00 Uhr: Rheinhessische Sagen, Märchen, Mundart & Wein
18.15 Uhr: Schauspieler Christof Wackernagel liest „Geschichten aus Mali“

Kinderprogramm
13.00 Uhr: Glasmalerei mit dem Nibelungenmuseum
14.30 Uhr: Die Macher unserer Hörspiel CDs „Die Würmchen von Worms“ und „Paul und Pantoffel“ präsentieren ihre Geschichten

Freuen Sie sich außerdem auf Musik mit Clara Manuela Ramos am Nachmittag, Projektionen der schönsten Fotos aus unserem Titel „Der Nibelungensteig“ und ein tolle Verlosung!

Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenlos!