Michael Kißener

Rheinhessische Wege in den Nationalsozialismus

Rheinhessische Wege in den Nationalsozialismus
Studien zu rheinhessischen Landgemeinden von der Weimarer Republik bis zum Ende der NS-Diktatur

Der Nationalsozialismus gilt als eine der am besten untersuchten Phasen der deutschen Geschichte. In der Regionalforschung sind aber nach wie vor viele Fragen offen, so auch in Rheinhessen. Der vorliegende Band betritt daher vielfach Neuland. Anhand von sechs Fallbeispielen erlaubt er einen Einblick in Entstehung und Realisierung der NS-Herrschaft in Rheinhessen. Im Vordergrund stehen konkrete Personen, die die Durchsetzung und Aufrechterhaltung der lokalen NS-Herrschaft ermöglicht haben. Aber auch Opfer werden benannt und ihre Schicksale, soweit möglich, dokumentiert. Dabei zeigt sich, dass die brutale Alltagsrealität der NS-Diktatur im engen dörflichen Milieu noch erschreckendere Züge annehmen konnte als in Städten. Der Band bietet damit über die konkreten Erträge hinaus wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Etablierung und Entwicklung der NS-Diktatur insgesamt.

Inhalt
Walter Rummel  Regionen im Nationalsozialismus – Ein Forschungsbericht aus rheinland-pfälzischer Sicht
Gunter Mahlerwein  Gebremste »Machtergreifung«: Alsheim vor dem 30. Januar 1933 und in der Frühzeit des »Dritten Reiches«
Hedwig Brüchert  Bodenheim in der Zeit des Nationalsozialismus
Dieter Hoffmann  Framersheim: Eine Keimzelle der Bewegung
Michael Kißener  Gau-Odernheim: »Stütze für das nationalsozialistische Werden in Rheinhessen«
Monica Kingreen  Die Gau-Odernheimer Opfer des Holocaust
Caroline Klausing  Die »Revolution des Geistes« oder Wie Ingelheim am Rhein nationalsozialistisch wurde
Markus Würz  »Gruß aus Hitlerhausen (z. Zt. noch Stadecken genannt)« – Die »Burg« der NS-Bewegung im nördlichen Rheinhessen
Rheinhessen nach der Kreiseinteilung 1938 (Karte)

268 Seiten

8 Schwarzweiß-Abbildungen, 9 Karten, 5 Tabellen

Broschur

1. Auflage 2010

Worms-Verlag

978-3-936118-74-2

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